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TRAVEL DIARY THAILAND PART 4: COMO POINT YAMU

23. März 2017

Den vierten und letzten Stopp unserer Thailand Reise haben wir spontan vor Ort dazu gebucht. Da es uns schon am ersten Tag sooo wahnsinnig gut in Thailand gefallen hat, haben wir beschlossen unsere Reise sofort noch um vier Tage zu verlängern.

Unsere Wahl für die letzten Tage im Paradies fiel auf das Designhotel Como Point Yamu in Phuket. Über Phuket habe ich vorab nicht viel Gutes gehört, da uns die Hotelbilder vom Como aber sehr gefallen haben, wollten wir Phuket trotzdem eine Chance geben.

Man muss dazu sagen, dass das Hotel etwas ab vom Schuss liegt und man hier überhaupt nichts vom Phuket-Massentourismus mitbekommt. Dadurch, dass sich das Como in einer Art ‚gated community‘ befindet, in der noch andere, private Villen stehen, ist man wirklich ziemlich abgeschirmt. Auf dem Bild unten seht ihr zwei Häuser dieser Community, ganz schön nett haben die es da 😉 .

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DAS HOTEL

Bei der Ankunft im Como Point Yamu fühlten wir uns sofort wohl und waren von der minimalistischen Einrichtung des Hotels begeistert. Die bekannte Designerin Paola Navone hat übrigens das Konzept entworfen, ihr kennt bestimmt ihr berühmtes Ghost Sofa für Gervasoni oder die wunderschönen Outdoor-Möbel für Serax? All diese wunderschönen Möbelstücke sind auch im Como zu finden. Schon die Eingangshalle lässt den puristischen Stil des restlichen Hotels erahnen, hier klingen übrigens wunderschöne Glockenspiele, die ihr jetzt natürlich leider nicht hören könnt.

Das Hotel ist wirklich von Kopf bis Fuß durchdesignt, keine Ecke wurde vergessen, alles ist sehr stimmig und stylisch.

Besonders gut gefallen haben mir, neben all den Designermöbeln, die vielen Strukturen, die ganze Wände im Hotel schmücken.

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DER INFINITYPOOL

Der Hauptpool im Como ist ein wirklich riesiger Infinitypool, der sich aus drei einzelnen und unterschiedlich tiefen Becken zusammensetzt. Stylische und sehr breite Liegen, worauf ich ja zugegeben total abfahre, machen einen Pooltag hier sehr bequem. Die Aussicht vom Hauptpool ist auf jeden Fall schön, da wir aber vorher im Six Senses waren, konnte uns der Blick nicht mehr wirklich fesseln. Meckern auf hohem Niveau, ich weiß.

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DAS ESSEN

Das Como bietet zwei verschiedene Restaurants an, einmal das italienische Restaurant ‚La Sirena‘, in dem man auch frühstücken geht und ein thailändisches Restaurant. Außerhalb Essen zu gehen ist leider schwierig, da das Hotel sehr ab vom Schuss ist, was ich echt schade fand.

Beim Essen ist besonders das Frühstück hervorzuheben, denn das war im Como wirklich sehr, sehr gut. Alles ist hier etwas hipper und mehr auf den ‚healthy‘ Lifestyle ausgelegt. Frisch gepresste Säfte, kleine Kokosnüsse, ein Brot, welches nur aus Nüssen besteht, mit Avocadomash, Kokoswaffeln, köstliches Obst: Herz was begehrst du!

Auch das Abendessen oder die Snacks zwischendurch sind von guter Qualität und sehr lecker. Das die Speisen hier insgesamt eher westlich und vor allem sehr italienisch geprägt sind, ist etwas ungewöhnlich.

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UNSER ZIMMER

Durch diese Gänge gelangt man zu den Zimmern, die schönen Seletti Leuchtbuchstaben hätte ich ja am liebsten einfach mitgehen lassen… 😉

Da mich viele nach der genauen Zimmerkategorie gefragt haben: Wie auch in den anderen Hotels haben wir uns für ein Zimmer mit privatem Pool und Meerblick entschieden, eine sogenannte ‚Bay Pool Suite‘.

 

Die Einrichtung unseres Zimmers hat mich wirklich total umgehauen, besonders das Bad mit dieser riesigen, runden Badewanne ist ein absoluter Design Traum!

Doch auch wenn die Zimmer wirklich großzügig, supermodern und wunderschön sind, können sie meiner Meinung nach nicht mit den Zimmern der anderen Hotels unserer Reise mithalten. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Einrichtung und der Vibe des Hotels nicht wirklich etwas mit Thailand zu tun haben. Es ist super stylisch, könnte so aber überall auf der Welt stehen, beispielsweise in Griechenland oder Barcelona. Was mir persönlich gefehlt hat: Morgens in der Outdoor-Dusche mit Dschungel-Feeling die Vögel zwitschern hören…

Leider hatten wir auch keine hundertprozentige Privatsphäre, da öfter mal ein paar Gärtner vor unserem Pool rumgeschnibbelt haben, mit einer eigenen und absolut privaten Villa wie wir es im Naka Island oder Six Senses hatten ist das einfach nicht vergleichbar.

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DER BEACHCLUB 

Das Como liegt auf einer Landzunge, ganz oben auf der Spitze und hat keinen direkten Strandzugang. Daher gibt es einen hoteleigenen Beach Club auf einer anderen Insel, zu dem man mit einem Boot gebracht wird. Die Fahrt dorthin geht recht schnell, etwa 20 Minuten.

Der Beach Club befindet sich übrigens lustigerweise auf der anderen Seite von Naka Island, der ersten Insel die wir besucht hatten.

Im Como Beach Club wurde, wie auch in der gesamten Hotelanlage, sehr viel Wert auf schönstes Design gelegt. Es gibt auch hier einen großen Pool, natürlich einen eigenen Strandabschnitt und sehr leckeres Essen. Der Strand ist recht schön, aber leider keine Offenbarung.

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DAS SPA 

Ihr merkt schon, ich bin ein kleiner Spa Junkie, aber was gibt es besseres als eine gute Massage? Eben!

Natürlich waren wir auch in diesem Hotel im Spa und das Como Shambala Retreat konnte mich sowohl vom Ambiente als auch der Behandlung überzeugen. Mein Freund und ich haben beide eine Deep Tissue Massage gebucht, die ich euch guten Gewissens weiter empfehlen kann.

Was ich nicht so gut fand… 

Vermutlich habt ihr schon rausgelesen, dass ich mich nicht so richtig ins Como Point Yamu verliebt habe. Eigentlich liebe ich Designhotels und weiß eine besondere Einrichtung auch zu schätzen, doch ich muss ehrlich sagen, genau das ‚überdesignte‘ nahm dem Hotel im Endeffekt den gewissen Zauber. An einigen Stellen fand ich die Einrichtung zu kühl, zu viel Beton, zu unorganisch. Stylisch? Keine Frage. Aber in manchen Momenten wirkte das Hotel wie eine schöne Hülle ohne Seele und ohne Herz. Die Mitarbeiter waren hier leider bei weitem nicht so freundlich und bemüht wie in allen anderen Hotels. Eventuell lag dies auch daran, dass sie einfach extrem schlecht englisch sprachen. Die Abläufe liefen nicht glatt, das Personal wirkte oft ein bisschen überfordert oder genervt, was in dieser Hotelkategorie einfach nicht akzeptabel ist.

Im direkten Vergleich zu den drei anderen Hotels in denen wir waren, konnte das Como einfach nicht mithalten. Wobei man auch sagen muss, das eben ein ganz anderes Konzept dahinter steckt, als bei den anderen Hotels. Es war für uns ein guter Übergang vom traumhaften Inselleben mit Dschungelfeeling, eigener Baumhausvilla und unbegreiflich schöner Natur zurück in die westliche Realität.

Doch der gewisse Vibe, den die anderen Hotels hatten und das Gefühl der absoluten Entspanntheit haben im Como für uns gefehlt. Wir hatten den Eindruck das viele Gäste nur hier waren um Bilder zu schießen, denn jeden Tag fand irgendwo ein Shooting statt.

Natürlich ist das wirklich Kritik auf hohem Niveau, denn ihr seht die Bilder, das Hotel ist wunderschön, das Essen köstlich, der Blick ist toll, im Grunde ein Ort an dem man es sich gut gehen lassen kann. Vielleicht muss das Como Hotel gerade auch etwas darunter leiden, dass wir zuvor im Six Senses auf Koh Yao Noi waren, da ist im Grunde keine Steigerung mehr möglich.

Uns haben aber die anderen Hotels alle einfach viel besser gefallen, da sie einzigartiger sind und man sie so eben speziell in Thailand findet. Das Como Hotel hingegen hätte genauso gut irgendwo anders auf der Welt sein können. Ein sehr schönes Fleckchen Erde, dass noch ein bisschen Verbesserungspotenzial hat.

 

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