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SOUTH AFRICA: BABYLONSTOREN

21. Juni 2019
Babylonstoren

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Nach ein paar sehr schönen Tagen in Kapstadt, die viel zu schnell vorbei waren, ging unsere Südafrika-Reise weiter in Richtung Stellenbosch. Hier findet man eine der ältesten holländischen Farmen in Südafrika, die sich als Weingut tarnt, aber eigentlich sowas wie der Garten Eden ist. Babylonstoren ist ein wahres Stück Paradies inmitten der grünen Winelands und nur etwa 45 Minuten entfernt von Kapstadt.

Die Kulisse ist absolut spektakulär, man fühlt sich wie in einem viel zu schönen Film. Umringt von Bergen, schläft man unter sternenklarem Himmel in wunderschönen Cottages. Öffnet man morgens die Dutch Doors seines Häuschens blickt man mitten in einen unfassbar großen Obst- und Gemüsegarten, wie ich ihn noch nirgends gesehen habe. Ein Gefühl, dass man für immer in sich behalten wird.

Wir haben insgesamt vier Nächte in einem der wunderschönen Cottages verbracht. Man kann Babylonstoren aber auch einfach so tagsüber besuchen und eine Gartentour oder ein Wine Tasting machen. Da die Anzahl der Cottages zum Übernachten überschaubar ist und eine Nacht auch entsprechend kostet, gibt es leider recht viele Tagesbesucher. Als wir sonntags angereist sind, war es im öffentlich zugänglichen Teil der Anlage schon leicht überlaufen. Die nächsten Tage hatten wir aber wirklich Ruhe, daher empfehle ich euch hier eher unter der Woche zu buchen.

Die gesamte Anlage ist wie einem Bilderbuch entsprungen. Kein Wunder, die Besitzerin ist schließlich die ehemalige Chefredakteurin der südafrikanischen ‚Elle Decoration‘. Wie gigantisch groß die Farm wirklich ist, haben mein Freund und ich bei einer Jeep-Tour über das Gelände erfahren. Wir wurden bis zum höchsten Punkt des Areals gefahren und hatten von dort einen traumhaften Blick über die Weinberge, Babylonstoren und die Umgebung. Dazu ein, zwei Gläschen des hauseigenes Weins und das Leben ist schön!

Südafrika hat mich generell mit seiner Schönheit total umgehauen!

Babylonstoren lebt das Konzept ‚farm-to-table‘ – so gut wie alles, was auf den Tisch kommt, stammt direkt von der Farm und die ist riesig. Babylonstoren hat nicht nur einen unfassbar großen Obst- und Gemüsegarten, sondern auch eine eigene Bäckerei und Fleischerei und stellt natürlich auch köstlichen eigenen Wein her. Honig, Käse und Olivenöl kommen ebenfalls aus eigener Produktion.

Kulinarisch kommt man hier wirklich voll auf seine Kosten.

Worauf wir uns im Voraus deshalb besonders gefreut haben, war das hochgelobte Restaurant ‚Babel‘, indem ihr auch als Besucher reservieren könnt. Da das Essen aus dem eigenen Garten kommt, gibt es natürlich nur saisonale Speisen. Die Küche ist sehr kreativ und auf einem hohen Level. Vom Service waren wir während unseres Aufenthaltes ehrlicherweise aber leider mehrmals enttäuscht. Leider hatte man den Eindruck, dass die Mitarbeiter nicht sehr motiviert oder künstlich übermotiviert waren.

Neben dem ‚Babel‘ kann man auch tagsüber etwas im ‚Greenhouse‘ essen, was ich absolut furchtbar fand. Das alte Gewächshaus und die Terrasse sitzen (zu) voll mit Besuchern, als Hotelgast hat man keinen reservierten Tisch und muss auf einen freien Platz warten, wie alle anderen. Das Essen an sich ist lecker, aber wird wie bei Burger King serviert. Ich glaube nicht, dass Babylonstoren in einem Satz mit dieser Fast-Food-Kette genannt werden will, daher sollten sie das Greenhouse-Konzept vielleicht nochmal überdenken.

Auch in der Bäckerei wird an einigen Abenden als Alternative zum ‚Babel‘ das Dinner serviert. Dort haben wir die beste Pizza seit langem gegessen und unglaublich gutes Dessert.

Neben dem Essen, lohnt es sich auch für den Wein zu kommen.

Unser letzter Abend ist uns dank diesem unfassbar schönen Sonnenuntergang besonders in Erinnerung geblieben. Ich habe wirklich selten solch einen Himmel gesehen. In diesen Momenten ist man einfach nur dankbar, dass man die Möglichkeit hat, an solche unvergesslichen Orte reisen zu können.

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