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Juli 2019

TRAVEL

Little Laguna Beach Guide & Hotel Joaquin

29. Juli 2019

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Nach Joshua Tree ging es für uns ans Meer, in die kleine Küstenstadt Laguna Beach. Endlich konnten wir nach der anstrengenden Hitze in Las Vegas, Antelope Canyon und Joshua Tree mal wieder durchatmen und das tat richtig gut! Vor ein paar Jahren waren wir übrigens schon mal in Laguna Beach, aber nur für einen einzigen Tag. Dieser zählt aber bis heute zu einem unserer schönsten gemeinsamen Tage überhaupt, daher wollten wir unbedingt irgendwann noch mal zurück kommen. Diesmal sind wir dann fast eine ganze Woche geblieben und haben uns noch ein bisschen mehr in das kleine Städtchen verliebt.

Übernachtet haben wir im Hotel Joaquin, einem kleinen Boutique Hotel, das erst vor Kurzem quasi wiedereröffnet hat. Früher war das heute superstylische Hotel mit Vintage Vibe mal ein ganz schlichtes Motel. Die Reise haben wir übrigens, wie jede unserer Reisen, komplett selbst bezahlt. Ich erwähne das mal an dieser Stelle, da ich ab und zu danach gefragt werde. Wenn ich in ein Hotel eingeladen werde, dann schreibe ich das immer dazu, unsere Reisen sind aber zu 99% selbst finanziert.

Zurück zum Hotel Joaquin! Jedes der 22 Zimmer ist ein bisschen anders gestaltet. Kleiner Tipp: Die Zimmerwahl ist wichtig, denn einige Zimmer liegen ziemlich laut an einer Hauptstraße, daher beim Buchen unbedingt darauf achten, dass euer Zimmer zum Meer liegt.

Unser Zimmer (‚Mer‘) war aber ruhig und hatte, wie der Name es verspricht, natürlich auch Meerblick. Neben dem coolen Plattenspieler ist das Bad das eigentliche Highlight des Zimmers. Ich muss sagen, dass ich ein bisschen verliebt in die Kombi aus Statement Marble mit Armaturen in gebürstetem Messing und handgemachten Fliesen in zartem Blau bin. Eine Traumkombi!

Auch wenn die Zimmer mit ihrem Design und feinsten Le Labo Produkten (die ich absolut liebe) punkten können, sie sind für den Preis pro Nacht doch relativ klein. Was mir gut gefallen hat: Morgens kriegt man zur gewünschten Uhrzeit frischen Kaffee (oder Tee) aufs Zimmer gebracht, man schreibt dem Front Desk einfach kurz eine Whats App Nachricht. Nicht so gut gefallen hat mir, dass die Bestellungen manchmal falsch koordiniert werden und man dann um 7 Uhr mit dem Tee eines anderen Zimmers geweckt wird. Kann passieren.

Leider ist das aber nicht mein einziger Kritikpunkt am Hotel. Hinter der strahlenden Fassade bröckelt es ein wenig, was man vielleicht auch eher merkt, wenn man einige Tage am Stück dort ist. Der Service beim Frühstück ist leider sehr schlecht und unaufmerksam. Wirklich jeden Morgen ist etwas anderes schief gelaufen, manchmal auch einfach alles. Insgesamt ist die Leistung des Personals in allen Belangen total gemischt, manche machen einen super Job und andere scheinen jeden Tag ihren ersten Tag zu haben. Viele Kleinigkeiten laufen einfach nicht glatt und darüber kann ich bei einem Hotel dieser Preisklasse leider nicht hinwegsehen.

Trotzdem kann ich euch das Hotel für einen kurzen Aufenthalt empfehlen. Die Lage ist sehr gut, zwei Minuten entfernt ist der kleine Shaws Cove Beach, der hauptsächlich von Einheimischen besucht wird. Die Crew des Hotels trägt einem sogar Stühle, Schirme und alles andere extra an den Strand. Auch am Pool kann man sehr gut entspannen, es wird jeden Tag selbstgemachtes Eis verteilt.

In Sachen Essen kann das Hotel wirklich mehr als punkten. Das Frühstück wird à la carte serviert und ist ausgesprochen gut und auch sehr gesund (wonach man sich in Amerika nach einer Zeit wirklich sehnt). Leider bringt der Kellner die Speisen dann nicht zusammen raus, serviert einem schlechte Milch zum Kaffee oder vergisst dreimal den Orangensaft. Aber die Speisen an und für sich sind alle extrem lecker. Einen Abend haben wir im ‚Saline‘ gegessen, dem hoteleigenen Restaurant. Der Chef persönlich hat für uns ein Menü nach unseren Wünschen gekocht und es war schlicht und ergreifend der Wahnsinn!

Ihr lest es vielleicht zwischen den Zeilen raus, das Hotel ist toll, hält aber einfach noch nicht ganz, wofür es sich bezahlen lässt.

Genug vom Hotel Joaquin, man hat in Laguna Beach schließlich auch noch eine ganze Stadt zu Erkunden und die hat viel zu bieten. Allen voran viele wunderschöne Strände! Schon bei unserem letzten Besuch waren wir vom Thousand Steps Beach (der nicht umsonst so heißt ;)) und dem Montage Beach begeistert. An beiden Stränden waren wir auch diesen Urlaub wieder. Neu entdeckt haben wir den Shaws Cove Beach, da er direkt am Hotel liegt. Klein, fein und sehr entspannt, ist auf jeden Fall ein Geheimtipp.

Am besten gefallen hat es mir aber diesmal am Oak Street Beach. Man läuft einfach die Oak Street mitten in Laguna hinunter und kommt auf eine kleine Plattform, von der aus man einen ewig langen Strand entlang blicken kann. Eine Treppe führt dann runter an einen schmalen Abschnitt von dem aus man zu den angrenzenden Strände Thalia und Cleo laufen und dabei etliche Surfer beobachten kann. Wir haben hier auch einen Abend den Sonnenuntergang geschaut, einen anderen Abend waren wir im ‚The Deck‘, etwa gleicher Ausblick und leckere Drinks, aber einfach immer sehr viel los.

Neben all den schönen Stränden gehören zum kalifornischen Lebensgefühl (wie wir es uns vorstellen) natürlich auch die entsprechenden Strandhäuser und Villen. Mir macht nichts mehr Spaß, als mit dem Auto durch die Wohnsiedlungen zu fahren und mir die verschiedenen Häuser anzuschauen, mir dabei vorzustellen, wer das verdammte Glück hat dort zu wohnen und dann abends selbst ein paar Häuser in der Gegend zu suchen. Die gigantischen Villen stehen oben in den Hills, die schönsten Beach Häuser (die mir besser gefallen und die auch oft einen schönen Meerblick haben) findet man in den Straßen rund um Anita Street, Seaview Street, Thalia Street und Oak Street. Wer würde nicht gerne mit Freunden auf dieser Dachterrasse grillen? 😉

Nach einem Tag in der Sonne ist man abends natürlich besonders hungrig. Leckeres mexikanisches Essen gibt’s bei ‚Taco Loco‘ und ‚Adolfo’s‘, beides sehr entspannte Imbisse, in die man einfach nach dem Strand in Flip Flops laufen kann.

Wer auch mal einen Abstecher in den Nachbarort New Port Beach machen möchte, der kann dort sehr gut und ein bisschen schicker bei ‚Javier’s‘ mexikanisch essen. Wir waren einen Abend in New Port ins Lido Marina Village ein bisschen shoppen und danach zu ‚Nobu‘.

Shoppen kann man dort wirklich viel zu gut, es gibt dort ausschließlich super stylische Shops. Ich habe nirgendwo auch nur annähernd etwas kitschiges oder hässliches gesehen. Am besten möglichst wenig Zeit einplanen, um nicht komplett durchzudrehen ;).

Wer tagsüber etwas leckeres sucht, dem kann ich das kleine Café ‚Active Cultur‘ sehr empfehlen. Ich habe hier jeden Tag ein Frozen Joghurt gegessen. Auch sehr beliebt ist das ‚Urth Caffé‘, in dem wir ebenfalls ein paar Mal waren. Dort gibt es eigentlich alles und man kann wunderbar die vielen Leute im Café und auf der Straße beobachten.

TRAVEL

JOSHUA TREE INTERIOR DREAMS

19. Juli 2019

Vor zwei Jahren waren wir das erste Mal im Joshua Tree Nationalpark und haben uns ein bisschen in die Gegend verliebt. Damals haben wir im etwa 45 Minuten entfernten Palms Springs übernachtet. Dieses Jahr haben wir uns spontan entschieden, noch mal zurück zu kommen und haben uns ein wunderschönes Haus im Ort Joshua Tree selbst gebucht. Es gibt viele schöne Unterkünfte, aber die Villa Kuro ist uns besonders ins Auge gefallen, denn der minimalistische aber trotzdem gemütliche Japandi-Stil (Mischung aus japanischem und skandinavischem Design) ist einfach genau unser Ding. Das Haus ist nicht nur mit sehr viel Liebe zum Detail eingerichtet, es liegt auch ein bisschen abseits und dadurch schön ruhig.

Ich kann nicht genau beschreiben was es ist, aber die Gegend hier hat eine besondere Magie. Durch den allgegenwärtigen Vintage Vibe fühlt man sich wie in eine andere Zeit zurück geworfen. Es gibt jede Menge skurrile Läden, viel gähnende Leere und bizzare Häuser, bei denen man sich fragt, wer dort wohl lebt. Die extreme Hitze (zumindest im Juli) verstärkt das Gefühl, einfach Irgendwo im Nirgendwo zu sein, noch mehr.

Vom Ort Joshua Tree fährt man nur etwa 10 Minuten bis man mitten im Nationalpark ist und der ist wohl immer wieder eine Reise wert.

In der Villa Kuro haben wir einen perfekten Ort zum Abschalten gefunden. Abends kann man sich hier den Sternenhimmel vom Whirlpool aus anschauen oder den Sonnenuntergang gemütlich vorm Fire Pit sitzend genießen. An einem Abend haben wir selbst gekocht, da wir nach wochenlangem Essen in Restaurants da richtig Lust drauf hatten. Die Küche ist sehr gut ausgestattet, es wurde wirklich an alles gedacht.

In der direkten Umgebung gibt es auch sowieso nur eine Handvoll Restaurants. Wer gut essen gehen will, sollte abends eher nach Palm Springs fahren. Wir waren an einem Abend wieder im Workshop Kitchen + Bar und jede Kleinigkeit dort von den Cocktails über die Speisen bis zur Einrichtung und dem Service war einfach perfekt. Einige Bewertungen, die man online so findet, kritisieren das Restaurant, was ich aber überhaupt nicht nachvollziehen kann. Wir waren hier auch schon vor zwei Jahren essen und damals ein bisschen skeptisch, eben wegen dieser komischen Bewertungen. Ich würde aber damals wie auch jetzt wieder 10/10 Punkte vergeben.

Ich verlinke euch hier nochmal meinen kleinen Guide zu Palm Springs.

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